Debattieren für die Zukunft Europas beim „Model European Parliament“

Acht Schülerinnen und Schüler des Fabritz Debating Club haben vom 04.11.-06.11.2016 an einer dreitägigen „Model European Parliament“ Simulation in den Räumlichkeiten des ehemaligen Klosters Rolduc in Kerkrade (Niederlande) teilgenommen. In der Rolle von Abgeordneten des Europäischen Parlaments debattierten sie mit weiteren knapp 250 Jugendlichen aus Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Belgien, Kanada und den USA auf Englisch über verschiedene europäische Themen.

Ausgerichtet wird das „Model European Parliament“ von der AFNORTH International School unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiters Robert Bindels. Bei der diesjährigen EU Schülerkonferenz stand vor allem die Frage nach der Zukunft der EU im Fokus vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Euroskeptizismus, der sich nicht zuletzt durch den Brexit weiter zugespitzt hat. In insgesamt fünf Ausschüssen diskutierten die Schüler in englischer Sprache verschiedene Aspekte der Rolle der zukünftigen EU und formulierten ihre Standpunkte, die abschließend in der Generalversammlung verhandelt und dort als Positionspapier verabschiedet wurden. Jeder Schüler war dabei Vertreter eines Mitgliedstaates in einer der europäischen Fraktionen.

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In den Fraktionssitzungen, den Ausschüssen und der Generalversammlung ging es um aktuelle Fragestellungen wie: Ist es realistisch, dass die EU eine wichtigere Rolle in der globalen Politik anstrebt? Wie kann man der grundsätzlichen Gefahr für die EU und den europäischen Gedanken entgegen wirken, die zunehmend von misstrauischen EU Bürgern und rechtsextremen europafeindlichen Parteien ausgeht? Wie kann die EU für die EU Bürger transparenter und glaubwürdiger gestaltet werden? Und wie können EU Politiker die Unterstützung der EU Bürger wieder zurückgewinnen?

Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich sehr engagiert an den Debatten und nutzten ihre Teilnahme am MEP nicht nur zum freien Argumentieren auf Englisch, sondern auch, um vertiefte Einblicke in die Arbeitsweise des Europäischen Parlaments sowie in das teils mühsame Ringen von Gesetzesvorlagen im demokratischen Prozess zu gewinnen. Dabei konnten sie Gleichaltrige aus ganz Deutschland und Europa kennenlernen und über den Horizont ihrer eigenen Schule hinausblicken

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In den wöchentlichen Sitzungen des Debating Club geht es nun weiter mit der Vorbereitung auf die nächste Simulationskonferenz, die „Model United Nations Lower Rhine“ am 11. März 2017 im Schloss Neersen zum Thema „Africa – the neglected continent“.

Einen besonderen Dank möchten wir an dieser Stelle an den Förderverein der Schule für die großzügige Unterstützung richten.

Marjan Beckering




Exkursion zu den Ford-Werken

Am 3.5.2016 waren vier Informatikkurse der EF und Q1, insgesamt 53 Schülerinnen und Schüler bei den Ford-Werken in Köln.
Nach der Anfahrt mit dem Bus erhielten die Schülerinnen und Schülern zunächst ein Überblick über die Bedeutung der Informatik bei Ford. Die meisten Aspekte lassen sich so oder ähnlich in allen größeren Unternehmen wieder finden.

Danach  berichteten verschiedene Mitarbeiter  aus unterschiedlichen Bereichen der IT und mit verschiedenen Werdegängen (Mathematik, Informatik, Maschinenbau, Physik und Wirtschaftsinformatik) über ihren Berufsalltag und stellten sich den Fragen der Schülerinnen. Schließlich informierte eine Mitarbeiterin der Ausbildungsabteilung über das Duale Studium und das Bewerbungsverfahren bei den Ford-Werken.

Ford Fiesta, Rohbau, Ford Werk Koeln-Niehl   ---   Foto: FORD/F.Stark
Ford Fiesta, Rohbau, Ford Werk Koeln-Niehl — Foto: FORD/F.Stark

Dann ging es mit einer kleinen Bahn zur Betriebsführung. Nach einem Einstiegsfilm zur Geschichte von Ford, dem Werk in Köln und der Produktion sind wir durch die Produktionshallen gefahren. Wir konnten den Produktionsprozess vom Blech bis zum fertigen Auto ansehen. An vielen Stellen wurden Roboter eingesetzt, zum Beispiel zum präzisen Setzen von Schweißpunkten. Wir haben aber auch viel Interessantes über Logistik, Hochregallager, Just-in-time- und Just-in-Sequence-Produktion erfahren. Auf diese Weise konnten wir gut nachvollziehen, wie aus vielen Einzelteilen in präzise aufeinander abgestimmten und oft hochautomatisierten Schritten ein faszinierender Alltagsgegenstand entsteht.

A. Kersting

Der Förderverein bezuschusste übernahm ein Teil der Kosten für diese Fahrt.